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Der Neubau der Hochschule für Musik steht beispielhaft für die gelungene Symbiose von historischem Umfeld und zeitgemäßer Architekturinterpretation. Prägend dafür ist neben der stringenten, klaren Kubatur vor allem die aufregende Fassade aus Alphaton Fassadenziegeln und weiß verputzten Ventec Platten.

Im Wechselspiel von Fassade, Baukörper und Ort

Betritt man den Campus der Hochschule, fällt sofort der Multimediakomplex (MUT) auf. Er liegt in unmittelbarer Nähe zum historisierend wiederaufgebauten Schloss Gottesaue, das seit 1989 Hochschulstandort ist. Schnell sind die Studentenzahlen der Hochschule für Musik gewachsen, so dass eine Erweiterung nötig wurde. Doch es dauerte noch bis 2007, bis Architekten.3p den Architekturwettbewerb für sich entscheiden konnten und weitere sechs Jahre, bis das MUT eingeweiht wurde.

Der dreigeschossige kubische Bau setzt sich aus zwei Gebäudeteilen mit unterschiedlichen Nutzungen zusammen. Zur Nordseite hin entstand ein schmaler, langer Riegel, der Nebenräume wie Garderoben, Umkleiden, die Sanitärräume und Treppenhäuser beherbergt. Südlich vorgelagert, bietet ein zweiter Kubus Raum für einen Konzert- und Theatersaal mit über 400 Zuschauerplätzen, das Foyer sowie Proben- und Institutsräume. Hinter der dunklen Keramikbekleidung mit Alphaton Fassadenziegeln wie auch hinter den weiß verputzten Flächen aus Sto Ventec-Platten, verbirgt sich eine Aluminium-Unterkonstruktion. Die Vorgehängte Hinterlüftete Fassade aus den Alphaton-Baguettes mit einer Tiefe von 90 mm ist verdeckt befestigt. Die Platten sind 25 cm breit und 1,25 m hoch und vertikal ausgerichtet. Insgesamt wurden vier Geometrien entwickelt, die versetzt auf der Fassade zur Anordnung kommen. Die Struktur variiert, was durch die horizontalen Fugen ablesbar wird. Im Zusammenspiel mit Textur, Farbe und Variation der Baguette-Geometrien zeigt sich die Fassade als bewegtes Element.

Ikonographische Architektur in einem gewachsenen Stadtbild

Nomen est omen. Das Karlsruher Projekt erforderte eines bei den Beteiligten: MUT. Bei den Architekten, Bauherrn und der Stadt Karlsruhe war es die Vision, dieses Gebäude in unmittelbarer Nähe zum wiederaufgebauten Schloss Gottesaue, im Schlosspark, zuzuzulassen. Nach einigen Jahren im Betrieb zeigt sich heute, dass es die richtige Entscheidung war: es ist eine Architekturikone entstanden, an der wir teilhaben dürfen.

 

 

 


Objekt:

76131 Karlsruhe, Neubau Hochschule für Musik, Am Schloss Gottesaue 7

Bauherr:

Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Engesserstr. 1, 76131 Karlsruhe

Architekt:

Feuerstein Rüdenauer & Partner, Stuttgart
daraus hervorgegangen:
GERHARD FEUERSTEIN I Architekt, Lindau
rüdenauer-architektur, Stuttgart

Material:

1.100 qm Moeding Alphaton Fassadenziegel Sonderquerschnitt, Stärke 90 mm
700 qm Sto Ventec Putzträgerplatte

Verlegeart:

auf Alu-Unterkonstruktion mit 160 mm Wärmedämmung

Ausführung:

2012

Auszeichnung:

Anerkennung im Deutschen Fassadenpreis für VHF 2015